Markus — 26. Mai 2010

Lohnende Investition

Zugegeben, mit meiner Ausrüstung und Arbeitsweise bin ich weitgehend zufrieden. Wenn es aber immer wieder ein Thema gab, das mich regelmäßig zum Grübeln brachte, dann war es die Akustik bei der Vertonung. Unterwegs als Reporter ist das egal, da verzeihen die Umstände viel. Doch im Heimstudio war ich mit dem Klangergebnis nie wirklich zufrieden. Ein Schritt nach vorne war vor ein paar Jahren die Anschaffung der SE Reflexion Filter. Doch nachdem ich mal wieder in einem richtigen Tonstudio gesessen hatte, wusste ich, dass mein Klang noch weit davon entfernt war.

Nachdem jetzt mal wieder Geld für Investitionen bereit stand, schlug ich bei Thomann zu. Zuerst bestellte ich vier Acousti Pro Panels. Die roten Quadrate sahen erst mal ganz gut aus und brachten auch schon eine gewisse Klangverbesserung.

Doch irgendwie passte mir das noch nicht so recht. Ich schaute noch einmal auf den Seiten und stieß auf Basotect. Das Material wird von BASF hergestellt und vielfältig für die Verbesserung der Akustik eingesetzt, selbst im Auto Die Platten boten neben guter Schallisolierung in weiß auch noch ein halbwegs neutrales Erscheinen. Der Minuspunkt: 149 Euro für vier Platten plus Kleber. Dennoch bestellte ich ein Paket.

Nachdem ich drei Platten nun in verschiedenen Zuschnitten angebracht habe und die ersten Testaufnahmen mit denen ohne Platten verglichen habe, kann ich das Zeug nur wärmstens empfehlen. Der Effekt ist sofort hörbar - schon wenn man im Raum spricht. Zusammen mit dem Mikro Rhode NT1-A bin ich nun auch endlich mit der Akustik zufrieden.

Markus — 3. Dezember 2009

Medium Magazin über VJ

In der aktuellen Ausgabe 2009/12 des Medium Magazins durfte ich etwas über meine Arbeit in Spanien und an anderen Orten schreiben. Wer also Lust hat, mal etwas offline zu lesen, dem empfehle ich den ohnehin ansonsten auch lohnenswerten Blick in die Fachzeitschrift. Über Fragen und Anregungen können wir hier gerne weiter diskutieren.

Markus — 9. September 2009

Sonys neue Treiber für Final Cut und XDCam EX

Apple hat mit Snow Leopard und Final Cut Studio 3 gleich zwei relevante Programme aktualisiert. Für die neuen Programme, vor allem wohl aber das Betriebssystem, mussten neue Treiber her, damit die Sony XDCAM EX - User weiter Material einlesen und auch wieder auf die Speicherkarten schieben können - ganz zu schweigen von einem Treiber, damit die original SxS-Karten überhaupt erkannt werden. Doch Sony kam zu spät. Der Ärger ist für viele Anwender rund um den Erdball groß gewesen, da es keine Warnung gab. Immerhin: Gerade ist der SxS-Treiber rausgekommen. Und nun, Ende November auch die neue Transfer-Software

Markus — 15. Dezember 2008

Praktischer Helfer

Lange Zeit hatte ich schon ein Auge auf die kleinen Laptops geworfen und natürlich stellte sich mir die Frage, wofür die nun im Arbeitsalltag zu gebrauchen seien. Die Antwort fällt für jeden sicherlich unterschiedlich aus und natürlich können diese leichten, günstigen und kompakten Rechner keinen Schnittrechner ersetzen. Aber sie sind durchaus für mehr als nur Mails und Surfen zu gebrauchen.

Lenovo

Lenovo

Ich entschied mich letztlich für den Lenovo Ideapad S10e, vor allem wegen des ExpressCard-Einschubs. Dazu später mehr.  Dieser kleine kompakte Laptop ist ohne Zweifel praktisch. Internet-Surfen per Wifi oder mit UMTS-Karte funktioniert einwandfrei. Das Abspielen von Internetvideos überzeugt ebenfalls.  Nach den ersten Tagen halte ich den Kleinen für einen idealen alltäglichen Begleiter, der das große 17″ Notebook prima auf dessen eigentlichen Sinn und Zweck reduziert: Das Schneiden.

Der ExpressCard-Slot ist insofern ideal, da ich damit auf den Inhalt meiner SXS-Karten der Sony EX3 zugreifen kann.  Ich kann über den installierten Sony Clip Browser sehen, welche Einstellungen gedreht wurden und welche mir evtl. fehlen oder überflüssig sind. Ok, das könnte ich auch in der Kamera. Doch ich kann die Karten mit dem Lenovo auch auslesen und somit auf der internen oder einer externen Festplatte sichern. Das bietet sich an als Sicherungskopie oder auch bei längeren Drehs, um Platz zu schaffen.  Doch dieser Kleine taugt noch für mehr.  Sogar das Versenden von Material per FTP ist möglich. Praktisch, wenn ein paar Einstellungen zu einem Kunden/Sender geschickt werden sollen.  Auf ein Schnittprogramm verzichte ich (noch). Ich nutze den Clip Browser, mit dem ich Mark-in und Mark-out bestimmen kann und encode dann nach MPEG2 mit dem Mediacoder.

Dafür sind diese kleinen Netbooks natürlich nicht gemacht, doch es ist schön zu wissen, dass sie im Falle eines Falles auch dafür geeignet sind.  Natürlich ist ein größerer Laptop allein wegen der Bildschirmgröße nicht zu ersetzen, denn Schnittprogramme brauchen nun einmal die Vorschau- und Timelinefenster. Doch es ist ein preiswertes Vergnügen, diese Netbooks für eben mehr als nur das Mailen und Surfen dabei zu haben.

Markus — 8. Dezember 2008

VJ: Eine Frage der Haltung

Thomas Majchrzak schreibt über die Haltung der Videokamera

Unter Videojournalisten wird häufig diskutiert, wie man denn eine kleine Kamera richtig und wackelfrei halten kann. Erste Voraussetzung ist natürlich eine ruhige Hand bzw. ruhige Körperbewegungen, wo nur gilt: Übung macht den Meister. Doch es gibt mehrere Techniken, die bei der Handhabung helfen.

Hier filme ich für den Regionalsender wm.tv den Beitrag “Cocktailtaxi” mit einer Panasonic DVX100, übrigens ohne Kopfhörer, weil ich dem Ausschlag auf dem Display traue - gewiss keine goldene VJ- Regel, aber bei Drehs ohne empfindlicher Ansteckfunke ist mir bisher noch kein Tonfehler passiert. Eigentlich ist die Kamera am ruhigsten, wenn man sie unten vor dem Bauch wie eine Salatschüssel  hält. Aber das ist nur bedingt für alle Situationen geeignet, weil die Kameras nun mal so ausgelegt  sind, dass man sie mit der einen Hand in der Schlaufe trägt - um alle wichtigen Funktionen bedienen  zu können. Daher hier der Kompromiss: eine Hand in der Schlaufe, bei der anderen Hand bei ausgeklappten Display vorsichtig den Daumen unter dem Display abstützen, die restliche Hand hält die Kamera von unten. Auf der bild-abgewandten Seite sieht man übrigens ein Kabel neben der Trageschlaufe, das ist das Kabel der Sennheiser-Funke, die ich an der Kameraschlaufe trage. Dann muss ich nicht oben den Schuh  benutzen und kann z.B. noch ein Licht aufstecken.

Hier bin ich auf einem Dreh für den WDR, Lokalzeit im Revier, Beitrag “Elektrocrosser”. Um sicher  ruhige O-Töne drehen zu können, aber schnell auch flexibel zu bleiben, verwende ich ein Einbein- Stativ von Manfrotto. Kamera: eine alte Canon XM1, die aber noch gute Dienste leistet. Da sie nur  eine Tonspur hat, ist hier Abhören mit Kopfhörer ein absolutes Muss. Mit diesem Stativ und der  leichten Kamera ist mir das Kunststück gelungen, WÄHREND der Fahrt den Crossfahrer zu filmen, so  dass es aussieht wie eine Helmkamera, aber eben doch nicht genau wie eine Helmkamera.

Es hatte auf jeden Fall den gewünschten Effekt, dass sich die Leute fragten: Wie zum Teufel hat er  das gefilmt? Auch die First-Person-Aufnahmen vom Motorrad sind auf eine ähnliche Weise entstanden.  Ich habe mich hinter den Fahrer aufs Motorrad gesetzt, meine Füße auf den Fußrasten abgestützt, das  Stativ mit Kamera in einer Hand gehalten und mich mit der anderen Hand festgehalten. Da es sich um  ein Elektromotorrad handelte, brauchte der Fahrer seine Füße nicht zum Schalten. Ein anderes Beispiel von extremer Kamerahaltung zeigt dieser Film:

Im Flugzeug filme ich den Piloten (mit einer Hand), während ich in der anderen Hand ein normales  externes Mikrofon halte. In diesem Fall hatte ich im engen Cockpit gar kein Stativ zur Verfügung.  Hier hieß es einfach nur: Konzentration und ruhig halten! Mein Tipp dabei: Eine Balance zwischen  Lockerheit und Anspannung finden. Denn zu viel Anspannung bedeutet zittern und damit ruckeln im  Bild. Zu lockere Handhabung aber bedeutet große Schwankungen im Bild. Mit ein bisschen Glück hat  diese Aufnahme genau die Mitte getroffen.